Layton Lachman/Samuel Hertz
DOOM
Tanz/Performance
Januar 15 | 18.00 Uhr
Januar 16 | 18.00 Uhr
Festsaal
15/10 €
PREMIERE
Wenig bis keine Sprache

Der Film DOOM (THE MOVIE) ist im Rahmen der Tanztage Berlin 2022 vom 17. bis 22. Januar als Video on Demand im Onlineprogramm dieser Homepage abrufbar. 

DOOM ist eine Performance in Form eines Drone/Doom-Metal-Konzerts in einer sich ständig verändernden Umgebung aus vibrierendem Haar und Körper. DOOM ist das Anprangern von Missständen und die Übersetzung dieser Missstände in ein grollendes Knäuel. DOOM ist die Vorahnung von Klängen, die uns erschüttern und die uns gleichzeitig dazu zwingen, nach der Verbindung dessen zu suchen, was wir für gewöhnlich getrennt halten. Selbst wenn um uns herum die Apokalypse ihre Blüten schlägt, tanzen wir ununterbrochen und beginnen ein Doom-Metal-Konzert, in dem wir den Anfang des Endes der Welt bejubeln – ein kollektives Trauern und Feiern im Angesicht des anhaltenden Untergangs. Wir sehen, fühlen und hören die langsamen Veränderungen einer untergehenden Welt, und doch schlagen wir einen nicht-fatalistischen Weg vor, einander mit Sorgfalt zu begegnen und uns Alternativen zum Endzeitszenario auszudenken.

Ein Text zu DOOM von Maxi Wallenhorst ist erschienen bei >>>COVEN Berlin

DOOM existiert im Zeichen der außergewöhnlichen Arbeit und des Vermächtnisses von Kathleen Hermesdorf (1967-2020) und Mariana Nobre Vieira (1989-2020).

DOOM dauert etwa 90 Minuten ohne Pause und ist ohne Sprache. Zeitweise spielen die Performer*innen sehr laute Drone-Metal-Musik, und oft ist der Sound sehr laut. Gehörschutz wird am Eingang bereitgestellt. In einigen Momenten sind Bühne und Publikumsbereich in völliger Dunkelheit. Es kommen helle, flackernde Lichteffekte sowie Stroboskop und viel Nebel vor. Der Publikumsbereich befindet sich an drei Seiten und das Publikum sitzt auf diesen Tribünen. Es gibt einen Sitzsackplatz und zwei Rollstuhlplätze, die nach Verfügbarkeit telefonisch reserviert oder im Online-Ticketshop sowie an der Abendkasse gekauft werden können. Der Einlass beginnt 20-30 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Wir empfehlen, früh zu kommen, um einen geeigneten Sitzplatz auszuwählen. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Gina Jeske unter oder 030 27 89 00 35.
HIER finden Sie weitere Informationen zu unseren Veranstaltungsräumen und Wegen, barrierefreien Toiletten, Parkmöglichkeiten, Wegbeschreibungen zum Theater, eine 360° Videotour durchs Gebäude und mehr.

LAYTON LACHMAN entwickelt Performances, die in der Somatik verwurzelt sind und diese Erfahrungspraktiken in immersive, sensorisch komplexe Welten kanalisieren. Layton Lachman engagiert sich für eine Tanzpraxis, die sich auf Gruppenstudien und kollektive Autor*innenschaft konzentriert – mit dem Verständnis, dass wir immer mit denen zusammenarbeiten, die vor, nach und mit uns kommen. Nachdem Layton in San Francisco mit Abby Crain, Mara Poliak, Kathleen Hermesdorf, Sara Shelton Mann und SALTA zusammengearbeitet hat, zog Layton nach Berlin um. In den vergangenen fünf Jahren arbeitete Layton häufig mit dem T.E.N.T.-Kollektiv zusammen, schuf experimentelle kuratorische Plattformen und entwickelten eigenen Choreografien. laytonlachman.com

SAMUEL HERTZ ist ein Komponist und Forscher, der sich auf Klang und Klima spezialisiert hat. Frühere Aufführungen zu Infraschall, akustischer Ökologie und radiophoner Mondübertragung wurden an Orten wie dem Palais de Tokyo (FR), Fylkingen (SE), Pioneer Works (US), Opera North (UK) und dem National Science + Media Museum (UK) präsentiert. Hertz hat neun Essays über Klang und Umwelt verfasst, und seine Forschung findet derzeit im Rahmen der School of Infinite Rehearsals/Onassis Future Initiative statt. samhertzsound.com

EMEKA ENE ist ein in London geborener und in Berlin aufgewachsener Performer. Er ist Lead-Gitarrist und Sänger der Post-Punk-Band Clear History und absolviert derzeit ein BA-Studium in Tanz, Kontext und Choreografie am HZT Berlin. Sein derzeitiges Interesse gilt Städten, Orten und Räumen, mit denen er sich in von Himmelskörpern choreografierten Walking Scores auseinandersetzt.

CAROLINE NEILL ALEXANDER absolvierte einen BA in Theater-, Tanz- und Performance-Studien an der University of California, Berkeley. Seit fünf Jahren lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie ihre eigene Arbeit entwickelt und mit anderen Berliner Choreograf*innen und dem T.E.N.T.-Kollektiv zusammenarbeitet. In ihrer eigenen Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Raum zwischen Person und Persona und der verschwommenen Realität der Wirklichkeit. Carolines Ästhetik ist körperlich, technisch, grausam, komisch, schön und grotesk und beinhaltet immer auch Stimme und Text. Diese Ideen wurden in ihren letzten Solowerken Full Moonay, Sharterlla: House of Desperation und The Oasis erforscht.

KONZEPT Layton Lachman & Samuel Hertz VON UND MIT emeka ene & Caroline Neill Alexander CHOREOGRAFIE, REGIE Layton Lachman ORIGINALKOMPOSITION Samuel Hertz KOSTÜME Ivanka Tramp BELEUCHTUNG Gretchen Blegen DRAMATURGISCHE UNTERSTÜTZUNG Maxi Wallenhorst Besonderer Dank an Ethan Folk und Johannes Paul Raether, MINQ, Mara Poliak und Abby Crain, Philipp Bergmann und Thea Reifler, Matteo Graziano

Eine Produktion von Layton Lachman/Samuel Hertz in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Mit Unterstützung von DIS-TANZEN und Musikfonds e.V. Die 31. Tanztage Berlin sind eine Produktion der SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzfabrik Berlin e. V. und Theaterhaus Berlin Mitte. Medienpartner: Siegessäule, tipBerlin, taz und Berlin Art Link.